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Regeln und Tipps für Eltern

Informieren Sie sich – Prüfen Sie die Angaben der Anbieter der von Ihren Kindern genutzten Chats, Messenger und Communities zum Jugend- und Datenschutz, z.B. auf Angaben zur Verwendung persönlicher Daten zu Werbezwecken.
Schauen Sie nach, ob der Anbieter Informationen für Eltern bereit stellt sowie einen Jugendschutzbeauftragten angibt, mit dem Sie gegebenenfalls Kontakt aufnehmen könnten.
Erkundigen Sie sich nach Schutzmaßnahmen der Anbieter. Funktionen für Nutzer, mit denen man einfach und anonym bestimmte Inhalte melden kann, sollten vorhanden sein. Die Anbieter sind verpflichtet, Inhalte, die gegen geltendes Recht verstoßen, bei Kenntnis zu entfernen. In guten Chats wiederum gibt es „Ignore“-Funktionen, mit denen man unerwünschte Kontakte stumm schalten kann oder einen Notfall-Button, um einen Moderator zu rufen. Generell sollten Moderatoren als Ansprechpartner und Aufpasser aktiv sein.
Begleiten Sie Ihr Kind – Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Wahl eines passenden Chats, Messenger oder einer Community und treffen Sie Vereinbarungen mit Ihrem Kind. So sollten jüngere Kinder nur in einem sicheren, kontinuierlich moderierten Kinderchat plaudern und sich auf bestimmte Chat-Zeiten festlegen.
Kommen Sie mit Ihrem Kind ins Gespräch über die Nutzung von Chats, Messenger und Online-Communities. Lassen Sie sich von Ihrem Kind die Funktionen und Nutzungsweisen erklären oder werfen Sie sogar einen gemeinsamen Blick auf die Profilseite und Freundesliste Ihres Kindes. Zeigen Sie Interesse für diese Formen der Kommunikation und erkunden Sie bspw. die Chat-eigenen Sprachregelungen.
Tauschen Sie sich aus über die Möglichkeiten, wie durch bestimmte Einstellungen (Zugang und Freigabe des eigenen Profils, Nutzung von Nicknames etc.) die Privatsphäre geschützt werden kann.
Sensibilisieren Sie Ihr Kind für mögliche Gefährdungen durch die Preisgabe von persönlichen Daten (Alter, Adresse, Telefonnummer, Vorlieben, IM-Daten etc.) oder den unvorsichtigen Umgang mit Zugangsdaten, wie Benutzernamen und Passwort. Einmal unbedacht eingestellte Inhalte sind schwer widerrufbar und können Belästigungen, unerwünschte Kontakte oder rechtliche Folgen nach sich ziehen.
Bereiten Sie Ihr Kind vor – Insbesondere in Chats versuchen Fremde, zumeist unter Angabe falscher Tatsachen (bspw. Alter), persönliche Daten herauszufinden. Oft gebrauchte Fragen von „Freunden“ im Chat sind „Bist du gerade alleine“? „Was hast du an“? „Willst du auf meine Webcam kommen“? „Magst du dich mit mir treffen“? etc. Solche Dialoge sollten sofort abgebrochen werden. Teilweise versuchen Fremde hiermit reale Treffen vorzubereiten.
Vermitteln Sie Ihrem Kind, sich niemals mit fremden Chat-Partnern zu treffen. Falls sich ein/e ältere/r Jugendliche unbedingt mit einer Person real treffen möchte, die er/sie im Internet kennen gelernt hat, sollten Sie darauf achten, dass das Treffen nicht alleine und in einer sicheren Umgebung stattfindet.
Seien Sie aufmerksam – Belästigungen, Anfeindungen bis hin zu gezieltem Mobbing können schwerwiegende Irritationen und Verängstigungen bei Kindern und Jugendlichen hervorrufen. Achten Sie auf mögliche Anzeichen bei Ihrem Kind und fragen Sie nach. Nehmen Sie mögliche Erlebnisse und Ängste ernst und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Hilfestellungen und weiteres Vorgehen.
Dokumentieren und melden Sie Vorfälle – Wenden Sie sich mit entsprechend dokumentiertem Material (Datum, Uhrzeit, Chat-Name, Nickname, Logfiles oder Screenshot des Dialogs, Pinnwand etc.) an die jeweiligen Anbieter von Chats, Messenger, Communities oder an Meldestellen. Bei besonders schwerwiegenden Fällen, wie der sexuellen Belästigung, sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Unterrichtsmaterialien

Hier finden Sie eine Vielzahl an Materialien und Unterrichtsideen der Netzwerkpartner rund um das Thema Datenschutz und Sicherheit.