Online-Spiele

Die technischen Anfänge der Computerspiele sind schon in den 50er Jahren zu finden. Seither steigt die Popularität der Video- und Computerspiele kontinuierlich. Die heutige Entwicklung geht dahin, dass zunehmend per Internet auf mobilen Konsolen, Tablets oder auf Mobiltelefonen gespielt wird.
Einige Spiele benötigen die Installation einer Spielsoftware, andere wiederum können direkt über einen Browser am einem festen Rechner oder mobil gespielt werden. Diese „Browserspiele“ entziehen sich der gesetzlichen Alterskennzeichnung, was die Notwendigkeit einer medienpädagogischen Begleitung besonders notwendig erscheinen lässt.
OnlineSpiele
Nach der JIM - Studie des mpfs von 2013 spielen mittlerweile 45 % aller Spielerinnen und Spieler täglich Handyspiele während die Anzahl der Computerspielenutzer ohne Online Anbindung auf 19 % zurückgegangen ist.
Genres bei Online-Spielen
Im Bereich der Online-Spiele ist wie auch im klassischen Computer- oder Videospielebereich eine große Genrevielfalt zu finden. Durch zahlreiche öffentliche Debatten haben die sogenannten „Massively Multiplayer Online Role-Playing Games“, wie World of Warcraft, eine große Bekanntheit erlangt. Diese werden allgemein unter das Genre „Massively Multiplayer Games“ zusammen gefasst. Sie unterscheiden sich von anderen Online-Spielen dadurch, dass sie zumeist von einer großen Anzahl von Mitspielern gespielt werden, die sich an einem einzelnen Spiel beteiligen (World of Warcraft, ist das meist besuchte Massive Multiplayer Game und hat nach einer Pressemitteilung zum Quartalsbericht von Activision-Blizzard vom 06.11.2013 ca. 7,6 Mio. Abonnenten weltweit).
Undurchschaubare Vielfalt?
Darüber hinaus gibt es Minigames bzw. Browserspiele, z.B. Online-Versionen von klassischen Arcade- oder Brettspielen, die zumeist kostenfrei sind. Auch Netzwerkspiele, die entweder online auf dem PC oder vermehrt über online-fähige Spielekonsolen gespielt werden, nehmen an Bedeutung zu. Meistens handelt es sich um Spiele, bei der sich die Bildschirmansicht aus der Perspektive des Spielers darstellt und man einzeln oder im Team agiert, wie z.B. Call of Duty.
Hinzu kommen zahlreiche Spiele-Apps, die in den zentralen App-Stores von Google und Apple angeboten werden. Oft werden die Spiele als kostenlose Variante zur Verfügung gestellt und erst im Spielverlauf entstehen durch die sogenannten "InApp Käufe" die Kosten. Gerade jüngere Kinder werden so häufig im Spielverlauf verführt, Geld für Spielerweiterungen oder für Zusatzausstattungen auszugeben.

Die Vielfalt an digitalen Spielmöglichkeiten, die einer schellen Entwicklung unterliegt, bleibt für die meisten Eltern oder auch Lehrkräfte ein undurchschaubares Dickicht. Unter dem Gesichtspunkt, dass jedoch bestimmte Online-Spiele nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind oder gar zu einem suchtähnlichen Verhalten führen können, ist es von Bedeutung, sich einen Überblick zu verschaffen und Grenzen zu setzen. Nützliche Anhaltspunkte neben der gesetzlichen Alterskennzeichnung, z.B. bei PEGI-Online, bieten pädagogische Beurteilungen von Spielen.