Nützliche Hinweise
Weiterführende Quellen
Safer Internet Programm der EU EU Kids Online InSafe KlicksafeZusätzliche Quellen
Jugendschutz bei der Deutschen Telekom Jugendschutz bei Google - Unterstützung von FragFINN Sicherheit macht Schule - Jugendschutz bei Microsoft Jugendschutz bei O2 Jugendschutz bei VodafoneVerantwortung von Schule und Eltern
Der Übergang zu einer digital geprägten Gesellschaft bringt Herausforderungen auf allen Ebenen mit sich. Die Entwicklung und Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien betrifft Berufsalltag und Freizeit, nimmt Schule und Familienleben in die Verantwortung.
Die Entwicklung und Verbreitung von Medientechnologien bringen nicht nur Veränderungen von Berufsbildern und Arbeitsabläufen oder neue Formen der Kommunikation mit sich, sondern wirken ebenfalls auf Denkmuster, Identitätskonstruktionen, Lebensentwürfe oder Regeln des Zusammenlebens ein. Junge Menschen wachsen mit diesen Veränderungen auf, nutzen die neuen Technologien für soziale, informative und unterhaltende Zwecke.
Gleichzeitig wird von ihnen erwartet zu lernen, die neuen Technologien gezielt im späteren Berufs- und Alltagsleben einsetzen zu können. Diese Entwicklung und Erwartungshaltung betrifft auch Familie und Schule im Kern. Sie tragen dafür Verantwortung, junge Menschen in der Nutzung von Medientechnologien zu unterstützen, aber auch auf Gefahren und Risiken aufmerksam zu machen. Zugleich ermöglicht der Medieneinsatz in Schulen völlig neue didaktische Konzeptionen und Lernarrangements.
Medienkompetenz
Medienkompetenz als Kulturtechnik umfasst die Handlungsfelder Medienwissen, Mediennutzung und Medienreflexion, die ineinander greifen.
Quelle: Stadt Zürich 2009 - Dossier zur Medienkompetenz
Notwendigkeit einer umfassenden Medienbildung
In unserer technologisch und medial geprägten Gesellschaft verändert sich die Ausgangslage für Bildung und Lernen grundlegend. Anfängliche Reaktionen auf den Übergang zu einer Informations- und Mediengesellschaft umfassten im Bildungsbereich die zumeist nicht flächendeckenden Investitionen in die technische Ausstattung von Schulen. Weniger wurde in die pädagogische Unterstützung, Entwicklung von Didaktik und Lehrplänen oder Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften investiert. Angesichts der zunehmenden Notwendigkeit einer Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz, nimmt die Bedeutung einer umfassenden Medienbildung in Schule und Familie jedoch vermehrt zu, um Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien zu stärken.
Verantwortung von Schule
Schule, die auf das Leben vorbereiten soll, muss sich die Frage stellen, was junge Menschen an Wissen und Fertigkeiten brauchen, um medienkompetent, d.h. selbstbestimmt und kreativ, sachgerecht und sozial verantwortlich handeln zu können. Schule sollte sich in der Rolle sehen, den Aspekt der Medienbildung als Querschnittsaufgabe in alle Fächer zu integrieren. Dies geht über die Vermittlung von technischen Fertigkeiten oder den Einsatz von Medien wie Lernsoftware, Whiteboards oder digitalen Präsentationstechniken hinaus. Medienbildung umfasst auch die Vermittlung von Hintergrundwissen über Textsorten, Gestaltungsregeln, Bedingungen und Formen medialer Produktion und Verbreitung, die Reflexion der eigenen Mediennutzung oder die aktive Medienproduktion. Der Verbund von Wissen, Handeln und Reflexion gehört zu einer Medienkompetenz.
Verantwortung von Familie
Die Förderung der Medienkompetenz ist jedoch als gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus anzusehen. Denn Kinder und Jugendliche sind in einer mediatisierten Gesellschaft Gefahren und Risiken ausgesetzt, die nicht vor der Haustür oder auf dem Schulhof Halt machen. Dies erstreckt sich von ethisch fragwürdigen Medienangeboten über soziale Benachteiligung bis hin zu unüberlegten Formen des Umgangs mit Medien.
So sind Eltern gefragt, ihren Kindern ein Verständnis über Privatsphäre, Persönlichkeits- und Urheberrechte zu vermitteln oder Medieneinflüsse kritisch und produktiv mit ihnen aufzuarbeiten. Denn ein solides Hintergrundwissen und tieferes Verständnis über die Chancen und Folgen medialer Aktivitäten schützt Kinder und Jugendliche vor unangenehmen Erfahrungen und eröffnet ihnen zugleich die Potenziale der neuen medialen Lern- und Erfahrungsbereiche.
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