Digitales Spielen begleiten

Kinder und Jugendliche haben sich die Welt schon immer spielend angeeignet. Auch Computerspiele stellen eine Möglichkeit dar, spielend zu lernen, sofern das Spielen von Eltern und pädagogischen Fachkräften entsprechend begleitet, unterstützt und beobachtet wird.
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Das digitale Spielen zu begleiten, stellt pädagogische Fachkräfte und Eltern vor verschiedene Herausforderungen. Die Regeln und Tipps geben hierfür prägnante Hinweise.
Fragen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler nach ihren Lieblingsspielen und lassen Sie sich die Spiele beschreiben oder zeigen.
Kommen Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern über die verschiedenen Alterskennzeichnungen ins Gespräch und diskutieren Sie mit ihnen über die jeweiligen Einordnungen.
Zeigen Sie Alternativen auf, indem Sie digitale Spiele, wie Serious Games, aktiv im Unterricht und zur Unterstützung von Lernprozessen einsetzen.
Unterstützen Sie Eltern in der medienpädagogischen Begleitung von Computerspielen.
Beobachten Sie Ihre Schülerinnen und Schüler insbesondere bei ihrer Computernutzung genau, um ein mögliches Suchtverhalten frühzeitig zu erkennen.
Setzen Sie technische Möglichkeiten ein, um bestimmte Anwendungen, zum Beispiel bestimmte Browserspiele, zu blockieren. Kommen Sie darüber mit Ihren Schülerinnen und Schülern ins Gespräch.
Interessieren Sie sich für die Spielewelten Ihrer Kinder: Probieren Sie, einmal selbst zu spielen, und lassen Sie sich die Spiele von Ihren Kindern erklären.
Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Spiels über dessen Inhalt und gesetzliche Alterseinstufung. Orientierung bietet die Alterskennzeichnung der USK oder PEGI.
Überprüfen Sie insbesondere Browserspiele, die keine Alterseinstufung aufweisen.
Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Spielzeiten fest. Nutzen Sie bei Bedarf technische Vorkehrungen wie zum Beispiel einstellbare Zeitlimits in Apps und Spielen.
Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Grenzen der Nutzung, sprich Spielzeiten fest. Bei Bedarf nutzen Sie technische Vorkehrungen.
Achten Sie bei den Vereinbarungen zu den Spielzeiten auf das jeweilige Spielegenre: Bei bestimmten Spielen sind länger andauernde Spielphasen völlig normal. Deshalb eignen sich bei Computerspielen Zeit-Wochenbudgets.
Beobachten Sie das Spielverhalten Ihrer Kinder genau, um zum Beispiel ein beginnendes Suchtverhalten frühzeitig zu erkennen.
Stellen Sie die Frage nach der pädagogischen Eignung von Spielen. Hilfreiche Informationen bieten verschiedene Broschüren und Internetratgeber wie beispielsweise unsere Rubrik Spielspaß und Jugendschutz. Eine praktische Liste findet sich zum Beispiel auch auf spielbar.de.