Mobbing vermeiden

Die Sensibilisierung und die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, Lehrkräften und Eltern können dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu einem Mobbingvorfall kommt. Schöpft man verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien aus, kann Cyber-Mobbing/-Bullying vorgebeugt werden.
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Im Rahmen der Prävention ist es auch die Aufgabe von Schulen, eine verantwortungsvolle und kompetente Medienkommunikation mit praktischen Hinweisen und Angeboten zu unterstützen.
Machen Sie sich bewusst, dass Kinder und Jugendliche sowohl Opfer als auch Täter/-innen von Cyber-Mobbing sein können.
Sensibilisieren Sie Ihre Schülerinnen und Schüler stets sowohl für die Seite der Opfer als auch für die der Täter/-innen, um so ein Bewusstsein für das eigene Verhalten zu schaffen.
Achten Sie auf Hinweise, die auf Mobbing hindeuten könnten, und werden Sie hellhörig, wenn:
  • eine Schülerin oder ein Schüler nach der Nutzung des Internets oder des Mobiltelefons verstört erscheint;
  • sich bei einer Schülerin oder einem Schüler anhaltende Veränderungen in den Beziehungen zu den anderen bemerkbar machen;
  • eine Schülerin oder ein Schüler nicht gern über die eigenen Onlineaktivitäten oder über die eigene Handynutzung redet und dahingehend verschlossen wirkt;
  • Cyber-Bullying/-Mobbing Gesprächsthema in den Pausen oder im Unterricht ist.
Sprechen Sie mit den Schülerinnen und Schülern darüber, wie sie auf Mobbing reagieren sollten.
Vereinbaren Sie unter Einbezug des Kollegiums und der Schulleitung sowie von Eltern- und Schülervertretern einen Verhaltenskodex für die Nutzung von Mobiltelefonen in der Schule. Klare Regeln sind die Voraussetzung dafür, dass gegen entsprechende Verstöße schulrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden können.
Sichern Sie beleidigende E-Mails, Textnachrichten und Online-Konversationen und behalten Sie ggf. das Mobiltelefons eines „Bullies“ als Beweismittel. Beachten Sie jedoch, dass die dort gespeicherten Inhalte aus datenschutzrechtlichen Gründen ohne Zustimmung der Besitzerin oder des Besitzers von Ihnen nicht eingesehen werden dürfen. Abzuwägen ist auch, ob eine zeitweise Wegnahme des Mobiltelefons verhältnismäßig ist oder ob dadurch bestimmte Situationen unnötig verschärfen werden würden.
Informieren Sie bei Mobbingvorfällen sowohl die Eltern der Beteiligten als auch die Polizei, wenn Sie eine Straftat vermuten.
Denken Sie bei Mobbing nicht nur daran, dass Ihr Kind Opfer sein könnte, sondern versuchen Sie auch vorzubeugen, dass Ihr Kind zur Täterin oder zum Täter wird.
Thematisieren Sie Cyber-Mobbing/-Bullying in familiären Gesprächen.
Achten Sie auf Hinweise, die auf Mobbing hindeuten könnten, und werden Sie hellhörig, wenn:
  • Ihr Kind nach der Nutzung des Internets oder des Mobiltelefons verstört erscheint;
  • sich bei Ihrem Kind anhaltende Veränderungen in den Beziehungen zu seinen Freundinnen und Freunden bemerkbar machen;
  • Ihr Kind es vermeidet, über seine Onlineaktivitäten oder seine Handynutzung zu reden und dahingehend verschlossen wirkt;
  • Cyber-Bullying/-Mobbing Gesprächsthema im Freundeskreis Ihres Kindes ist.
Verdeutlichen Sie, dass Sie als Ansprechperson zur Verfügung stehen, wenn problematische Situationen aufgetreten sind, und dass Sie helfen können.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es auf Mobbing reagieren sollte.
Wenn Mobbing vorgefallen ist, sichern Sie beleidigende E-Mails, Textnachrichten und Online-Konversationen als Beweismittel und informieren Sie die Eltern aller Beteiligten. Schalten Sie die Polizei ein, wenn Sie eine Straftat vermuten.
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