Familie und Medien

Familie und Medien 04.07.2016
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Bündnis gegen Hass im Netz

Der Europarat hat mit "No Hate Speech Movement" eine Kampagne ins Leben gerufen, die sich gegen Hass und Diskriminierung im Internet einsetzt.

"No Hate Speech Movement" ist eine internationale Kampagne, die es zum Ziel hat, sich offensiv gegen Hetze im Netz zu positionieren, Betroffene zu unterstützen und Gegenstrategien zu entwickeln. Am 29. Juni startete die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Kampagne nun auch in Deutschland.

"Hass ist keine Meinung. Auch nicht im Internet. Wir möchten Menschen darin unterstützen sich für Demokratie einzusetzen und sich gegen Hass und Diskriminierung zu wehren - online wie offline", sagte Manuela Schwesig in Berlin. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wird ein Nationales Kampagnen-Komitee das Projekt begleiten und beraten. In dem Komitee werden Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung und der Zivilgesellschaft vertreten sein.

Wie stark sich Hate Speech mittlerweile verbreitet hat, zeigt eine aktuelle Forsa-Studie, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) in Auftrag gegeben wurde. Für die Umfrage wurden online im Juni 2016 insgesamt 2.044 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, bereits mit Hassbotschaften in sozialen Netzen, Foren oder Blogs konfrontiert worden zu sein. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen haben 91 Prozent schon Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht.

Mit der Kampagne sollen nun insbesondere Jugendliche und junge Medienschaffende im Umgang mit Hate Speech in Online-Medien und soziale Netzwerke gestärkt werden. Geplant sind unter anderem Austauschveranstaltungen und die Erstellung von Handbüchern und Leitfäden.

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