Für einen Tag ein Meteorologe

Beurteilungsvermögen | Ab 13 Jahre | 90 Min.
Wetterprognosen verstehen und selbst erstellen
Zum Wetter hat jeder etwas zu sagen, deshalb ist es auch beliebtes und unverfängliches Gesprächsthema beim Small Talk. Besonders gern wird übers Wetter gesprochen, wenn der Wetterbericht in den Nachrichten mal wieder vollkommen danebenlag oder die Wetter-App gerade Dauerregen anzeigt, während man selbst unter blauem Himmel steht, der von einer strahlenden Sonne beschienen wird.
Um die Arbeitsschritte für die Erstellung einer Wetterprognose nachvollziehen zu können, werden die Kinder und Jugendlichen für einen Tag selbst zu Meteorologinnen beziehungsweise Meteorologen und befassen sich mit Wetter, Klima, Witterung und mit der Meteorologie. Sie nehmen Wetter-Websites unter die Lupe und versuchen sich selbst an einer Wetterprognose.
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Projektverlauf
Das Thema Meteorologie bietet sich für das fächerübergreifende Lernen an. So können im Rahmen dieses Projektes naturwissenschaftliche Inhalte und Themenfelder in einem größeren Kontext erfasst sowie Bezüge zu Außerfachlichem hergestellt und gesellschaftlich relevante Aufgaben in ihrer Ganzheit verdeutlicht werden.

In der Gruppenarbeit verschaffen sich die Kinder und Jugendlichen im Internet Informationen zur Meteorologie und zur Arbeit von Meteorologinnen und Meteorologen. Sie recherchieren, mit welchen Daten die Meteorologie arbeitet und wie zuverlässig Wetter-Apps und Wetter-Websites sind. Dann schlüpfen sie selbst in die Rolle des „Wetterfroschs“ und sammeln Wetterdaten, um einen eigenen Wetterbericht zu erstellen. Zum Abschluss werden die eigenen Wetterprognosen und Arbeitsprozesse der Klasse im Unterrichtsgespräch vorgestellt und gemeinsam ausgewertet.
Die Meteorologie kann als sinnstiftender Rahmenkontext für die Vermittlung der wichtigsten Gesetze und Begriffe der Thermodynamik beziehungsweise Wärmelehre dienen. Ausgehend von Fragen aus der Lerngruppe und aktuellen Wettersituationen wie Gewitter, Regen, Schnee, Nebel, Sonnenschein oder Wind werden gezielt die Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen und die damit verbundene Fähigkeit, Beobachtungen bewusst zu problematisieren, weiter geschult.
Die Kinder und Jugendlichen
sind in der Lage, Wetterkarten und Diagramme zu interpetieren.
können die Begriffe Wetter, Witterung und Klima unterscheiden.
analysieren die Methoden zur Erhebung von Wetterdaten.
Die Kinder und Jugendlichen
können Kenntnisse aus der Wärmelehre zur Erklärung einfacher Wetterphänomene verwenden.
können die digitalen Darstellungen der Wetterdaten kritisch hinterfragen.
Die Kinder und Jugendlichen
präsentieren ihre Arbeit, erstellen Bewertungskriterien und trainieren ihre Fähigkeit, Feedbacks zu geben.
arbeiten an gemeinsamen digitalen Bibliotheken und trainieren ihre kooperativen Fähigkeiten
Die Kinder und Jugendlichen
sind in der Lage, ihr physikalisches Wissen in unterschiedlichen Kontexten einzusetzen und anhand dessen Entscheidungen zu treffen.
trainieren durch die Dokumentation ihrer Arbeitsergebnisse mit der App Easel ihre überfachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Die Kinder und Jugendlichen recherchieren zum Begriff Meteorologie.

Sie finden die Begriffsdefinitionen und Hintergründe heraus, halten ihre Rechercheergebnisse schriftlich fest und präsentieren diese in der Gruppe.





Ergebnissicherung: Bing/Google
Sozialform: Einzelarbeit
Onlinerecherche der Lernenden zum Thema Wetter-Apps und Untersuchung der Frage „Wie zuverlässig sind Wetter-Apps?“.

Klärung der Auswirkungen unterschiedlicher Datenlagen anhand der Ergebnisse der Onlinerecherche zu den Themen „Doppler-Radar“ und „Bauernkalender“ in 2 Gruppen.

Auswertung in der Lerngruppe unter der Fragestellung „Welche Daten braucht eine Meteorologin oder ein Meteorologe, um zuverlässige Wettervorhersagen treffen zu können?“
Ergebnissicherung: Bing/Google
Sozialform: Gruppenarbeit
Wetterdaten zum Wohnort zu folgenden Aspekten sammeln: Temperatur, Niederschläge, Wind, Dreitagesvorhersage.

Erarbeitung eines eigenen Wetterberichts mithilfe der Programme Easel und Powerpoint.





Ergebnissicherung: Easel/Powerpoint
Sozialform: Gespräch in der Lerngruppe
Die Kinder und Jugendlichen stellen ihre eigenen Wetterprognosen vor.

Sie berichten über ihre Erfahrungen mit der Recherche, mit dem Umgang mit den Daten und deren Visualisierung.






Ergebnissicherung: Powerpoint
Sozialform: Gespräch in der Lerngruppe
Ein weiterer Einstieg in dieses Projekt, kann die Frage sein, welche Berufe von der Witterung beeinflusst werden. Ebenso können andere Vergleiche herangezogen werden. Die Kinder und Jugendlichen können zum Beispiel zwei Klimazonen wie die Wüste und die Tundra näher untersuchen.