Fragen und Antworten

Kinder hören jede Woche auf dem Schulhof von einer neuen App, die sie unbedingt haben wollen. Und nicht selten besitzen diese eine Funktionsweise, die Erwachsene schnell ratlos zurücklässt. So entstehen schnell Fragen. Wie geht man zum Beispiel mit In-App-Käufen um?
Damit Sie bei der nächsten Frage Ihrer Kinder oder Schüler richtig reagieren können, haben wir hier häufige Fragen und die passenden Antworten zusammengestellt.

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Viele Apps sind kostenlos. Kaum eine App kostet mehr als ein paar Euro. Da stellt sich natürlich die Frage, wie es die Anbieter von Spiele-Apps schafften, im ersten Halbjahr 2015 in Deutschland 315 Millionen Euro umzusetzen. Obwohl laut Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) der allgemeine Kauf von Apps 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gesunken ist, verzeichneten Spiele-Apps ein Umsatzwachstum von 31 Prozent. Der Grund: In-App-Käufe! Denn diese sogenannten Mikrostransaktionen nahmen 2015 sogar um 36 Prozent zu. Von den 315 Millionen Euro Umsatz mit Spiele-Apps, entfielen im ersten Halbjahr 2015 stolze 295 Millionen Euro auf die In-App-Käufe. Insgesamt sind Spiel-Apps die Zugpferde der Branche. Weltweit werden 85 Prozent des Umsatzes bei Apps mit ihnen gemacht.
In vielen Apps können Zusatzelemente gesondert gekauft werden. Will der Nutzer zusätzliche Funktionen nutzen, oder bei einem Spiel schneller vorankommen, muss er zahlen. Bezahlt werden In-App-Käufe über den jeweiligen App-Store: in Apples Betriebssystem iOS also zum Beispiel über das iTunes-Guthaben, in Googles Android-System über die Zahlungsart, die im sogenannten Play Store hinterlegt ist. Vor der Installation einer App in einem der offiziellen App-Stores erhalten Nutzer einen Hinweis darauf, ob diese In-App-Käufe enthält. Jeder einzelne In-App-Kauf muss separat bestätigt werden. Bei der schnellen Smartphone-Nutzung kann es jedoch leicht passieren, dass man klickt, ohne richtig hinzugucken. So ist ein In-App-Kauf schnell getätigt. Das passiert nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen.
Vor allem sollten Apps aufmerksam genutzt werden, um nicht aus Versehen einen In-App-Kauf zu tätigen. Da die App-Anbieter vor allem mit In-App-Käufen Geld verdienen, gestalten Sie die Apps gezielt so, dass Nutzer leicht versucht sind, zusätzliches Geld auszugeben. Um bei einer Spiele-App schneller voranzukommen, geben Sie zum Beispiel zwei Euro zusätzlich aus. Als Nutzer sollte man sich der Funktionsweise von In-App-Käufen bewusst sein, auch, um Kinder kompetent bei der App-Nutzung begleiten zu können. Bei Kindern können entsprechende Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass In-App-Käufe gar nicht oder erst nach Rücksprache mit den Eltern getätigt werden. Falls Sie genau wissen möchten, wie dies funktioniert, erfahren Sie mehr hierüber im Onlinetraining in diesem Dossier. Sollte es doch einmal passiert sein, dass ihr Kind aus Versehen Geld in Apps ausgegeben hat, hilft die örtliche Verbraucherzentrale weiter und steht mit Rat und Tat zur Seite.
Auch Nutzerdaten sind für App-Anbieter wertvoll und eine Form von Währung. So greifen Apps zum Beispiel auf Ihre Kontaktliste zu. Behalten sie bei der Installation einer App im Blick, welche ihrer Daten genutzt werden. Bevor Sie oder Ihr Kind eine App installieren, sehen Sie sich an, auf welche Daten eine App zugreifen möchte. Diese Information wird in allen seriösen Shops zur Verfügung gestellt. Für die Installation ist es ratsam, Apps nur aus den etablierten Shops herunterzuladen. Nachdem Sie eine App heruntergeladen haben, können Sie in den Sicherheitseinstellungen des Handys Anpassungen vornehmen. Sie können zum Beispiel bestimmen, dass eine App nicht auf den Standort zugreifen darf.
Kinder, denen ein eigenes Smartphone oder Tablet zur Verfügung steht, möchten darauf Apps installieren: Am liebsten natürlich die Apps, die ihre Freunde haben. Ob eine bestimmte App für ihr Kind geeignet ist, können Eltern am besten beurteilen, wenn sie die App erst einmal selbst testen. Wenn sie zu dem Schluss kommen, dass der persönliche Entwicklungsstand ihres Kind der App gerecht wird, können Sie Ihrem Kind die Nutzung erlauben. Die Altersempfehlungen der Anbieter und App Stores können dabei als Richtschnur dienen. Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder weder bei der Auswahl und Installation, noch bei der Nutzung von Apps alleine lassen. Stehen Sie als Ansprechpartner zu Verfügung und entdecken Sie gemeinsam mit ihrem Kind neue Apps.
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