JIMplus-Studie 2026: Digtiales Wohlbefinden
Social Media ist für Jugendliche längst ein fester Bestandteil ihres Alltags – und sie erleben die digitalen Angebote sowohl als Bereicherung als auch als Belastung. Das zeigt die JIMplus-Studie 2026 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs).
Einerseits nutzen 82 Prozent der Jugendlichen soziale Medien, um sich zu informieren oder Neues zu lernen. Andererseits berichten 72 Prozent, dass sie dadurch von wichtigen Aufgaben abgelenkt werden. Mehr als die Hälfte verliert nach eigener Einschätzung Zeit für Erholung oder andere Freizeitaktivitäten, und 40 Prozent beobachten, dass langes Scrollen ihre Konzentration beeinträchtigt.
Für Eltern ist das eine wichtige Erkenntnis: Nicht Verbote stehen im Vordergrund, sondern der Austausch. Wer regelmäßig nachfragt, welche Inhalte guttun, was belastet und wann eine Bildschirmpause sinnvoll ist, unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, ihre Mediennutzung bewusst zu reflektieren.
Die Studie macht deutlich: Digitales Wohlbefinden entsteht dort, wo junge Menschen lernen, Chancen und Risiken digitaler Medien einzuordnen – und dabei von ihren Eltern mit Interesse, Orientierung und gemeinsamen Absprachen begleitet werden. Im Elternratgeber findet ihr konkrete Tipps, um gemeinsam mit euren Kindern und Jugendlichen Mediennutzungszeiten abzusprechen und den Familienalltag entspannt zu gestalten.
Meistgelesen