Warum Bildschirmzeit nicht die wichtigste Frage ist
Viel wichtiger als die Frage "wie lange" ist, wie Kinder und Jugendliche digitale Medien nutzen: Lernen sie etwas Neues, tauschen sie sich mit Freundinnen und Freunden aus oder verbringen sie Stunden mit ziellosem Scrollen?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für ältere Kinder und Jugendliche keine festen Bildschirmzeit-Grenzen. Stattdessen kommt es auf eine ausgewogene Balance an: Bewegung, ausreichend Schlaf, soziale Kontakte und Erholungsphasen sollten im Alltag ebenso ihren Platz haben wie digitale Medien. Auch die JIMplus-Studie 2026 zeigt, dass weniger die Nutzungsdauer als die Art der Nutzung entscheidend für das digitale Wohlbefinden ist.
Für Familien lohnt es sich deshalb, den Blick zu verändern: Statt jede Minute am Bildschirm zu zählen, helfen gemeinsame Regeln und Gespräche über Inhalte, Gewohnheiten und Pausen. So lernen Kinder und Jugendliche Schritt für Schritt, ihre Mediennutzung selbstständig und verantwortungsvoll zu gestalten. Mehr dazu gibt es in unserem Elternratgeber.
Meistgelesen