Open Educational Resources (OER)

Die Diskussion um die Nutzung von frei verfügbaren, jederzeit veränderbaren und teilbaren Materialien – sogenannte "Open Educational Resources" (OER) – hat sich in den letzten Jahren verstärkt.
Nicht nur internationale Organisationen wie OECD, UNESCO oder die Europäische Kommission legen einen Schwerpunkt auf das Thema "Open Educational Resources" (OER). Auch in Deutschland nimmt die Bedeutung von OER in Bildung und Ausbildung zu. In einem Bericht der Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Länder und des Bundes zu OER heißt es: "OER können einen Mehrwert bei der Vermittlung und Aneignung von Wissen darstellen und pädagogische Ziele wie zum Beispiel die Individualisierung von Lehr-Lern-Prozessen fördern."
Dem Vorantreiben von OER liegen zwei Hoffnungen zugrunde: Zum einen eine bessere Verfügbarkeit von digitalen Lehr- und Lernmaterialien. Zum anderen eine Qualitätsverbesserung vorhandener Materialien, die das Risiko einer Urheberrechtsverletzung ausschließen, und so auf ein spezifisches Lernszenario zugeschnitten werden können.
Lehrende stehen heute vor einer grundsätzlichen Herausforderung: Sie werden im Arbeitsalltag mit einer immer größeren Vielfalt an Inhalten und Lernstilen konfrontiert. Hinzu kommt, dass sie zunehmend mit einer heterogenen Schülerschaft umgehen müssen. Was sich ebenfalls in einem zunehmenden Bedarf an aufgefächerten und anpassbaren Lernmaterialien widerspiegelt.
Wie kann aber nun die Bereitstellung und Nutzung von Open Educational Resources das Lernen verändern? Welche Potenziale bietet die freie Verwendung, Nachnutzung und Weiterentwicklung von (Lern-) Materialien? Ist Rechtssicherheit in der Nutzung tatsächlich gewährt? Und bleibt die Qualität nicht auf der Strecke? Dies sind nur einige Fragen zum Thema OER und Grund genug, sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen.