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Aus der Praxis

Lesezeit: Minuten
Aus der Praxis 16.08.2017

E-Sport setzt sich immer mehr als Sportart durch

Controller statt Ball und Kopfhörer statt Stollenschuh: E-Sportler sehen beim Spielen vielleicht nicht aus wie klassische Sportler, aber das professionelle Computerspiel verdient genauso viel Anerkennung.

So sagt mehr als jeder fünfte Deutsche (23 Prozent) laut einer aktuellen Bitkom-Studie, dass E-Sport seinem Verständnis nach ebenso eine Sportart ist wie Fußball, Handball oder Schwimmen. Unter den Gamern ist sogar jeder Dritte (33 Prozent) dieser Meinung.

Beim E-Sport geht es darum, wettbewerbsmäßig Computer- oder Videogames im Einzel- oder Mehrspielermodus zu spielen. Wettkämpfe werden vor allem in den Disziplinen Sportsimulation, Echtzeit-Strategiespiel und Ego-Shooter ausgetragen. Bei Sportsimulationen üben die Spieler eine Sportart virtuell aus. Dabei kommen neben klassischen zunehmend bewegungsempfindliche Steuerungssysteme zum Einsatz. Bei Strategiespielen geht es darum, in einem Team gemeinsam das Spielziel zu erreichen.

Bislang erkennt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) E-Sports nicht als offizielle Sportart an. Er argumentiert unter anderem damit, dass der elektronische Sport von seinen Spielern nicht die notwendige motorische Aktivität erfordert, um als Sport bezeichnet werden zu können. Diese Ansicht teilt die Games-Branche nicht.

In der breiten Bevölkerung ist jeder Fünfte (21 Prozent) der Meinung, dass E-Sport auch in Deutschland offiziell als Sportart wie Schach, Formel 1, Golf oder andere anerkannt werden sollte. Unter den 14- bis 29-Jährigen und unter Gamern insgesamt sind es sogar je 27 Prozent.

Weitere Informationen:
Quelle: Bitkom

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