Europas Antwort auf Cybermobbing: Neue Melde-App soll Kinder besser schützen
Herzstück des Aktionslans ist eine europaweite Melde-App. Über sie sollen Kinder und Jugendliche Vorfälle unkompliziert melden, Kontakt zu nationalen Hilfsstellen aufnehmen und Beweise wie Screenshots sicher speichern können. Die EU entwickelt dafür ein Grundmodell, das die Mitgliedstaaten an ihre eigenen Beratungs- und Unterstützungsangebote anpassen. EU-Kommissar Glenn Micallef betonte, es müsse einfacher sein, Hilfe zu holen, als andere online anzugreifen.
Tatsächlich gibt etwa jedes sechste Kind zwischen elf und 15 Jahren in der EU an, schon einmal online gemobbt worden zu sein. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen, aber auch Kinder aus einkommensschwachen Familien oder Minderheiten. Neben klassischem Cybermobbing rücken neue Formen digitaler Gewalt in den Fokus, etwa durch Künstliche Intelligenz erzeugte Deepfakes. Bestehende Regeln wie der Digital Services Act sollen deshalb konsequenter genutzt und weiterentwickelt werden. Zudem wird an einer europaweiten Altersprüfung für soziale Netzwerke gearbeitet; auch ein mögliches Mindestalter für Social Media wird diskutiert.
Für Eltern bedeutet das: Politisch kommt Bewegung in das Thema, doch Prävention beginnt weiterhin zu Hause. Offene Gespräche über Online-Erlebnisse, klare Regeln und ein wachsames Auge für Veränderungen im Verhalten bleiben entscheidend. Bei seelischer Belastung oder ersten Anzeichen einer Depression bieten die Telefonseelsorge (116 123) und die Stiftung Deutsche Depressionshilfe vertrauliche Unterstützung. In akuten Notfällen sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Auf unserer Webseite bieten wir eine Vielfalt an Lerngangebote zur Sensibilisierung für das Thema und Inhalte zur ersten Hilfe bei akuten Fällen in der Familie, wie z.B. unseren Elternratgeber.
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