Verharmlost und verbreitet: Drogen-Trends auf TikTok verstehen
Eine aktuelle Recherche von jugendschutz.net zeigt, dass Beiträge rund um Substanzen wie Ecstasy, Ketamin oder Kokain in großer Zahl verbreitet werden. Unter Hashtags wie „PingTok“ oder „TripTok“ stellen Nutzer den Rausch als Ausdruck von Freiheit und Gemeinschaft dar, selbst negative körperliche Reaktionen wirken dabei oft ästhetisch oder unterhaltsam.
Die Untersuchung macht deutlich, dass ein erheblicher Teil dieser Videos den Konsum direkt zeigt oder beschreibt, während Risiken wie Sucht, psychische Folgen oder körperliche Schäden kaum thematisiert werden. Gleichzeitig finden sich in Kommentaren und Profilen Hinweise auf Kaufmöglichkeiten, oft verschleiert durch Codes oder Emojis.
Besonders problematisch ist, dass die Plattform solche Inhalte durch ihre Empfehlungsmechanismen verstärkt: Wer einmal damit interagiert, bekommt schnell mehr davon angezeigt. So kann bei Kindern und Jugendlichen der Eindruck entstehen, Drogenkonsum sei normal.
Eltern sollten diese Trends kennen und mit ihren Kindern darüber sprechen. Gemeinsames Einordnen, offene Gespräche und klare Informationen über Risiken helfen, ein realistisches Bild zu vermitteln und junge Menschen im Umgang mit solchen Inhalten zu stärken. Erste Impulse, um gemeinsam mit dem eigenen Kind eine sichere Umgebung für Mediennutzung zu schaffen, findest du in unserem Ratgeber.
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