Second Screen Childhood – Immer alles gleichzeitig
Hausaufgaben am Laptop, nebenbei Musik auf dem Smartphone und Nachrichten im Messenger – Multitasking ist für viele Jugendliche Normalität. Die parallele Nutzung mehrerer Geräte vermittelt das Gefühl von Effizienz und ständiger Vernetzung.
Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass echtes Multitasking kaum möglich ist. Stattdessen wechselt das Gehirn schnell zwischen Aufgaben, was Konzentration und Merkfähigkeit beeinträchtigen kann. Besonders bei Lernprozessen kann dies zu oberflächlichem Verständnis führen.
Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern ausprobieren, wie sich fokussiertes Arbeiten anfühlt. Kleine Experimente wie 20 Minuten ohne Ablenkung oder das Ausschalten von Benachrichtigungen während der Hausaufgaben können helfen, Unterschiede bewusst wahrzunehmen. Auch das Einrichten eines festen Lernortes ohne Smartphone kann sinnvoll sein.
Wichtig ist, nicht mit Vorwürfen zu reagieren. Stattdessen geht es um Selbstwahrnehmung: Wie lernst du am besten? Wann fühlst du dich gestresst? So entsteht Schritt für Schritt ein reflektierter Umgang mit paralleler Mediennutzung. Für einen guten Austausch in der Familie gibt es im Teachtoday Ratgeber "Handy und Familie" Tipps und Empfehlungen, wie sich diese Herausforderung gemeinsam meistern lässt.
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