Studie: Was Kinder von Eltern erwarten.
Eltern sind im Umgang mit digitalen Medien manchmal nicht so weit von ihren Kindern entfernt. Fotos und Videos werden ungefragt und häufig ungefiltert in den sozialen Netzwerken verbreitet. Aber wie steht es um das Verantwortungsbewusstsein der Kinder? Die sind, wie eine Studie der Universität von Washington jetzt zeigt, erstaunlich aufmerksam, wenn es darum geht, was Eltern von ihnen preisgeben.
Für die Studie "Not at the Dinner Table: Parents and Childrens Perspectives on Family Technology Rules" wurden Eltern und Kinder über ihre Regeln in Bezug auf digitalen Medien befragt. In den meisten Fällen sind sich Eltern und Kinder relativ einig. Richtlinien wie "Schreib nicht, wenn du fährst" oder "Kein Telefon am Essenstisch." sind für beide Seiten ziemlicher Standart. Eines überraschte die Forscher aber: Kinder wollen heute wissen, was Eltern über sie in sozialen Netzwerken posten.
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Die Forscher haben für ihre Studie 249 Familien in den USA befragt und dabei herausgefunden, dass Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahren die Art und Weise, wie Eltern den Alltag ihrer Kinder in sozialen Netzwerken abbilden, häufig kritisch sehen. Den Eltern dagegen war dieser Aspekt weit weniger wichtig. Dabei sprachen sich dreimal mehr Kinder als Erwachsene für Regeln aus, die sich auf das Online-Verhalten der Eltern beziehen. Ebenso wichtig ist dem Nachwuchs die Autonomie. Der Frage, welche Regeln Eltern befolgen sollten, begegneten viele Kinder mit dem Wunsch, eigene Entscheidungen im Umgang mit digitalen Medien treffen zu können.
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