Datenschutz: Pokémon No-Go?
Die App eröffnet eine völlig neue Spiele-Welt: Mit dem Smartphone begibt man sich auf die Jagd nach kleinen Pokémon-Monstern, die sich im Garten, auf der Straße oder hinter einer Häuserwand verstecken. Bei allem Spielspaß der so entsteht, Pokémon Go war bisher nur in den USA, Neuseeland und Australien erhältlich, bringt das Spiel aber auch jede Menge Probleme mit sich. Es ist eine Datenkrake: Wo genau sich zum Beispiel ein Spieler befindet, stellt das Spiel über den GPS-Sensor des Smartphones fest.
Die Datenschutzbestimmungen der App haben es in sich. Neben den üblichen Einverständniserklärungen zur Datenweitergaben an Dritte ist insbesondere ein Passus fragwürdig. Aus Sicherheitsgründen soll dem Hersteller das Recht eingeräumt werden, personenbezogene Informationen (Ortungsdaten, E-Mails, Fotos, Suchhistorie und andere Daten) nach eigenem Ermessen mit Regierungen, Ermittlungsbehörden und sonstigen staatlichen Stellen oder Privatpersonen zu teilen.
Auch in Deutschland zog der Pokémon-Hype seine Kreise, obwohl das Spiel noch gar nicht erschienen war. Möglich war dies durch den Download einer APK-Datei des Spiels. Allerdings ist das Herunterladen dieser Installationsdateien mit Risiken behaftet, denn mittlerweile kursieren APK-Dateien von Pokémon Go, die einen Trojaner enthalten. Seit Mittwoch ist die App offiziell in Deutschland zu haben.
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