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Wissenschaft aktuell 22.10.2019
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Azubis mangelnd auf Digitalisierung vorbereitet

Viele Auszubildende sehen sich durch ihre Berufsausbildung nicht ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. Das zeigt der neue Ausbildungsreport der Deutschen Gewerkschaftsbund-Jugend, für den über 16.000 Auszubildende aus den 25 häufigsten Ausbildungsberufen (laut Bundesinstitut für Berufsbildung) befragt wurden.

Zwar geben rund 80 Prozent der Jugendlichen an, dass die Digitalisierung und Automatisierung in ihrer Ausbildung wichtig seien, doch nur 54 Prozent der Befragten sehen sich gezielt auf die Nutzung digitaler Technologien vorbereitet. Im Verlauf der Ausbildung sinken diese Werte sogar. Während im ersten Lehrjahr noch mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) diesbezüglich positiv gestimmt sind, sind es kurz vor der Abschlussprüfung nur noch 60,4 Prozent.

Auch im Hinblick auf die technische Ausstattung ist noch Luft nach oben. Nur ein Drittel, und zwar 34,9 Prozent, der Befragtenn beurteilt die digitale Ausstattung ihrer Berufsschule als gut oder gar sehr gut. Aber auch ein Drittel (32,7 Prozent) sieht sich nur ausreichend oder mangelhaft auf den Umgang mit digitalen Medien und Technologien durch den Berufsschulunterricht ausgebildet.

Auffallende Unterschiede zeigen sich zwischen großen und kleinen Betrieben. Während 70 Prozent der Azubis in Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten sagen, sie werden für digitale Technologien qualifiziert, sind es in kleinen Betrieben mit 5 bis 10 Angestellten nur 45 Prozent. Wo es Betriebsräte oder Jugendvertretungen gibt, sei die Lage besser.

Weitere Informationen:
Zum DGB-Jugend Ausbildungsreport 2019
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