Lernen mit bewegten Bildern

Lesezeit: Minuten
Schöpferische Tätigkeit| Experimentierfreude | 9-14 Jahren | 90 Minuten
Lernvideos selbst erstellen
Lernvideos oder -apps werden immer beliebter, wenn es um das Aneignen oder Wiederholen von Lernstoff geht. Nicht ohne Grund!
Mathe-Formeln begreifen, den Wechsel von Ebbe und Flut verstehen oder geschichtliche Zusammenhänge einordnen ist nicht immer einfach. Lernvideos können hier unterstützend sein. Durch die Einbindung von Bild und Ton wird vor allem der audio-visuelle Lerntyp angesprochen. Verschiedene Themen werden anschaulich dargestellt, komplizierte Zusammenhänge Schritt für Schritt erklärt. Und ein großer Pluspunkt: Man kann sie so oft ansehen, wie man möchte.
Bild
Die Kinder und Jugendliche erfahren, wie ein Thema mithilfe der Legefilmtechnik einfach und verständlich aufbereiten werden kann. Von der Storyline über das Filmset bis hin zur Filmaufnahme erlernen sie die wichtigsten Schritte bei der Erstellung eines Legefilms und was bei der technischen sowie inhaltlichen Umsetzung zu beachten ist.
Die Kinder und Jugendlichen
machen sich mit den technischen Voraussetzungen für die Produktion eines Legefilms vertraut.
lernen den Aufbau eines Filmsets kennen.
befassen sich mit den einzelnen Schritten der Vorbereitung und Umsetzung eines Legefilms.
lernen, ihre recherchierten Inhalte zusammenzufassen und für ihre Zielgruppe verständlich aufzubereiten.
Die Kinder und Jugendlichen
sammeln in einem Brainstorming Ideen und legen das Thema ihres Films fest.
definieren die Kernaussage und das Ziel ihres Legefilms.
diskutieren den Ablauf des Legefilms.
bereiten die Materialien (Bildmotive, Zeichnungen etc.) und den Sprechertext für den Legefilm vor.
installieren das Filmset.
produzieren und finalisieren den Film.
Die Kinder und Jugendlichen
einigen sich auf ein Thema, die Kernaussage und das Ziel ihres Films.
legen anhand ihrer Fähigkeiten oder Neigungen die Rollen innerhalb des Drehteams fest.
sind während der Vorbereitung bzw. Umsetzung des Films im ständigen Austausch, um den festgelegten inhaltlichen und zeitlichen Rahmen einzuhalten.
Die Kinder und Jugendlichen
lernen, ein Thema mittels Bild und Ton für Dritte einfach bzw. anschaulich zu vermitteln.
erkennen ihre individuellen Fähigkeiten oder Neigungen in Bezug auf das Film drehen sowie im sozialen Miteinander.
lernen, sich bei der Filmerstellung unter Zeitdruck gut aufeinander abzustimmen.
Projektverlauf

Mit einer Anfangsdiskussion zum Thema Bilderrückwärtssuche im Internet und einem dazu gehörigen Beispielfilm erfahren die Kinder und Jugendlichen, wie ein komplexes Thema durch einen Legefilm verständlich vermittelt werden kann. In Kleingruppen produzieren die Kinder und Jugendlichen anschließend selbst einen Legefilm: Zunächst machen sie sich mit den technischen und inhaltlichen Vorarbeiten für die Produktion eines Legefilms vertraut.
Gemeinsam legen sie ein Thema, den Ablauf und das Ziel ihres Films fest. Vorbereitend dazu, basteln sie die notwendigen Materialien, erarbeiten den Sprechertext, bauen das Filmset auf und verteilen die Rollen für das Drehteam. Nach der Vorbereitungsphase gehen die Kinder in die Umsetzungsphase und finalisieren den Film. Zum Projektende werden alle Filme gezeigt. In der Gruppe wird diskutiert, wie und ob das Thema anschaulich bzw. verständlich umgesetzt wurde.

Vorbereitung
Als Einstimmung in die Projektidee diskutieren die Kinder das Thema „Rückwärtssuche im Internet“ und schauen sich dazu den Beispiel-Legefilm (s. weiterführende Informationen) an. Anhand dieses Films reflektieren sie, wie und mit welchen Hilfsmitteln ein Thema anschaulich und verständlich erklärt werden kann.
Ergebnissicherung: Begriffsklärung zu „Rückwärtssuche/Legefilm“
Sozialform: Plenum
Zu Beginn der Phase wird die Klasse zunächst in Kleingruppen (max. 6 Kinder) geteilt. Jede Gruppe erarbeitet in einem Brainstorming Ideen zum Thema und Inhalt des Videos. Alternativ kann das Thema auch vorgegeben werden.

Folgende Fragestellungen können dabei hilfreich sein:
1. Was soll erklärt bzw. zum Ausdruck gebracht werden?
2. Welche Botschaft soll der Film vermitteln?
3. Soll oder kann das Thema eher in Form einer Geschichte oder als Schritt für Schritt Anleitung erklärt werden?

Die Ideenfindung geht schnell in die Erarbeitung eines Storyboards über (s. weiterführende Informationen Storyboard). Darin halten die Gruppen Szene für Szene fest und führen auch auf, welche Bildmaterialien (reale Objekte, Bilder, Fotos, Grafiken) verwendet werden sollen. Entlang des Storyboards wird der Sprechertext ausgearbeitet.
Ergebnissicherung: Brainstorming mit Filmidee, Storyboard
Sozialform: Gruppenarbeit
Je nach Fähigkeiten und Neigungen legt jede Gruppe fest, wer die kreative Vorbereitung (Bildmaterialien basteln, Text schreiben) und wer die technische Vorbereitung des Films (Filmset aufbauen, mit Video-App vertraut machen) vornimmt. Danach werden alle im Storyboard festgehaltenen Bildwelten gesammelt, gebastelt oder gezeichnet. Die Redakteure erarbeiten den Sprechertext, die „Techniker“ beginnen mit dem Aufbau des Filmsets und testen die Video-App aus (s. weiterführende Informationen).
Ergebnissicherung: Filmmaterialien, Sprechertext, Filmset
Sozialform: Gruppenarbeit
Stehen die Bildwelten und Sprechertexte fest, beginnt die Umsetzung. Dafür werden die Rollen für jedes Gruppenmitglied im Drehteam festgelegt: Eine/r führt Regie, 2-3 Personen werden für das Schieben und Bewegen der Objekte benötigt, eine Person für den Sprechertext. Es empfiehlt sich, den Text parallel zum Schiebevorgang jedes Bildes zu sprechen. Beim Legevideo ist es üblich, dass die Hände im Film auch zu sehen sind. Ein Szenenwechsel wird durch das Wegwischen aller Objekte aus der Szene signalisiert.

Vor dem eigentlichen Dreh ist es ratsam, mehrere Probeläufe durchzuführen, damit die Gruppen sich mit dem Ablauf der Szenen vertraut machen können. Abschließend werden die Filme in der Klasse vorgestellt und gemeinsam besprochen.
Ergebnissicherung: Fertiger Legefilm
Sozialform: Gruppen
Projektfazit

Die Methode der Legefilmtechnik nutzt das kreative und technische Potential von Kindern und Jugendlichen und bietet zugleich die Möglichkeit zu zeigen, dass die Vermittlung von Wissen auch in anderer Form sowie aus unterschiedlicher Perspektive erfolgen kann. Die Videos können fächer- bzw. themenübergreifend erstellt werden.

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