Upcycling Fashion

Schöpferische Fähigkeit und Experimentierfreude | ab 14 Jahren | 180 Minuten
Mein Zeichen gegen Wegwerfmode
In der Projektidee setzen sich Jugendliche mit Mode als Wegwerfware auseinander. Sie reflektieren ihr eigenes Konsumverhalten und erproben Möglichkeiten zum Upcycling alter Kleidungsstücke.
Ausgehend von einem Fragebogen reflektieren Jugendliche ihre eigenen Konsumgewohnheiten. Sie befassen sich mit den Produktionsbedingungen in der Textilindustrie und der damit im Zusammenhang stehenden Wegwerfmentalität. Durch das kreative „Upcycling“ eigener Kleidungsstücke lernen sie, wie mit wenigen Mitteln neue Mode daraus wird. Ziel ist es, dass die Jugendlichen eigene Alternativen zu unreflektiertem Konsumverhalten entwickeln und für Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.
Bild
Ziel des Projekts „Upcycling Fashion – Mein Zeichen gegen Wegwerfmode“ ist der Weg hin zu einem reflektierten Konsumverhalten bei Jugendlichen und das Schaffen eines Bewusstseins für nachhaltigen Konsum.
Die Jugendlichen
filtern die wesentlichen Informationen aus Texten heraus und erfassen sie.
stellen ihren eigenen Standpunkt begründet dar.
nutzen zur Informationsbeschaffung und Dokumentation digitale Medien.
Die Jugendlichen
stellen Informationen auf einer Online-Plattform bereit.
entwickeln Strategien zur Verschönerung alter Kleidung.
kreieren eigene Kleidungsstücke durch Upcycling und präsentieren diese vor Publikum.
Die Jugendlichen
beobachten, reflektieren und besprechen auf konstruktive Weise fremdes Konsumverhalten.
beobachten, reflektieren und besprechen auf konstruktive Weise eigenes und fremdes Gesprächsverhalten.
sind empathisch und versetzen sich in die Lage von Fabrikarbeitern in der Textilindustrie.
Die Jugendlichen
überdenken ihr eigenes Konsumverhalten.
erkennen, dass auch ihr Konsumverhalten moralischen und sozialen Maßstäben genügen muss.
entwickeln Interventionsmaßnahmen und reflektieren diese.
Projektverlauf
Ausgangspunkt ist eine Umfrage zum Konsumverhalten der Jugendlichen. Daran anknüpfend werden Hintergründe zu Produktionsbedingungen in der Textilindustrie und zur Wegwerfmentalität in der Konsumgesellschaft erarbeitet. Es erfolgt eine kritische Reflexion und Diskussion unter der Leitfrage, ob Wegwerfmode boykottiert werden soll. Die Jugendlichen erproben anschließend mit eigenen Kleidungsstücken, die sie nicht mehr tragen, einfache Strategien, um sie zu verschönern und aus der „Fast Fashion“ „Slow Fashion“ zu machen. Der kreative Arbeitsprozess wird dabei fotografisch dokumentiert. Die neu kreierten Kleidungsstücke werden in Form einer Modenschau einem Publikum präsentiert, das im Rahmen eines Contests besondere Ergebnisse würdigt. Die zuvor dokumentierten Arbeitsschritte werden als digitale Anleitungen aufgearbeitet und auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt. Letztlich erfolgt eine Reflexionsphase, um herauszufinden, inwieweit das Projekt zu einem Umdenken hinsichtlich des eigenen und künftigen Konsumverhaltens geführt hat.
Die Jugendlichen erhalten einen Fragebogen, den sie ausfüllen. Mögliche Bestandteile des Fragebogens können sein:
– Ich shoppe meist im Internet/ich gehe meist in Geschäften einkaufen.
– Ich kaufe mir wöchentlich/monatlich neue Kleidung.
– Ich gehe dann shoppen, wenn ich wirklich etwas brauche.
– Ich shoppe, weil es mir Spaß macht und ich gerne viel Auswahl habe.
– Beim Shoppen werde ich inspiriert durch Modeblogs/Kataloge/Werbung.
– Meine Kleidung muss immer den aktuellen Trends entsprechen.
– Die Qualität der Kleidung ist mir egal, Hauptsache der Preis stimmt.

Die Jugendlichen reflektieren dadurch ihre eigenen Erfahrungen und Einstellungen zum Thema. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Erhebung durch ein Schaubild visualisiert und besprochen.
Ergebnissicherung: Fragebogen/Schaubild
Sozialform: Einzelarbeit/Plenum
In einer Gruppenarbeit erhalten die Jugendlichen Einblicke in die Schattenseiten der sogenannten „Fast Fashion“. Sie erarbeiten mit Hilfe von Texten soziale Missstände in der Textilproduktion und Aspekte der Wegwerfmentalität in der Konsumgesellschaft. Anhand dieser Informationen gewinnen die Jugendlichen einen Standpunkt, den sie im Anschluss in einer Diskussion zur Frage „Soll man Wegwerfkleidung boykottieren?“ vertreten.
Ergebnissicherung: Diskussion
Sozialform: Gruppenarbeit, Plenum
In Gruppen wird kreativ erprobt, wie aus nicht mehr getragenen Kleidungsstücken der Jugendlichen neue Mode werden kann. Inspiriert werden sie durch Internetrecherche und Handreichungen (s. weiterführende Informationen, Plattformen wie Pinterest o. ä.). Die Arbeitsschritte sowie ein Vorher-Nachher-Vergleich werden fotografisch festgehalten. Die neuen Kleidungsstücke werden in Form einer Modenschau präsentiert und durch das Publikum ein Sieger gekürt.
Ergebnissicherung: Modenschau/Contest
Sozialform: Gruppenarbeit
Abschließend wird verdeutlicht, inwieweit das Projekt zu einer Änderung des Konsumbewusstseins bei den Jugendlichen geführt hat und in Zukunft ihr Konsumverhalten ändern wird. Hierzu findet eine Reflexionsphase statt. Mögliche Bestandteile können sein:
- Ich kaufe genauso ein wie vor dem Projekt.
- Ich werde an mein Kaufverhalten ändern und bewusster shoppen.
- Ich werde mehr auf die Herkunft von Textilien achten.
- Ich werde ab sofort versuchen, alte Kleidungsstücke upzucyclen.
Ergebnissicherung: Schaubild
Sozialform: Einzelarbeit/Plenum
Ergänzung
Um einen nachhaltigen Beitrag zu leisten, sollen die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Tipps auch anderen zur Verfügung stellen. Mit Hilfe der fotografisch dokumentierten Arbeitsschritte aus der vorangegangen Arbeitsphase können die Jugendlichen eigene Do-It-Yourself-Anleitungen zum Upcycling von Kleidungsstücken gestalten. Diese können auf einer Online-Plattform, beispielsweise einer Pinterest-Pinnwand, gesammelt und zur Verfügung gestellt werden.

Weiterführend bietet es sich an, eine durch die Jugendlichen organisierte Kleidertauschbörse oder Workshops zum Upcycling anzubieten. Das Projekt soll nicht nur das eigene Konsumverhalten verdeutlichen, sondern auch die Folgen für die Textilindustrie sensibilisieren. Ziel ist es, die Jugendlichen auf ihre Verantwortung aufmerksam zu machen, die auch sie in der Rolle der Konsumenten mittragen.