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Wissenschaft aktuell

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Wissenschaft aktuell 11.10.2021

An deutschen Schulen gibt es große Unterschiede bei der Digitalisierung

Für die repräsentative Studie „Digitalisierung im Schulsystem 2021“ hat die Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften der Universität Göttingen Anfang des Jahres 2.750 Lehrkräfte befragt, unter anderem dazu, ob es an ihrer Schule eine Digitalstrategie gibt, ob dort neue digitale Unterrichtsformen erprobt werden, ob es digitale Geräte für den Unterricht gibt oder ob Räume so eingerichtet sind, dass digitales Lehren und Lernen unterstützt wird.

„Die Untersuchung zeigt die große digitale Kluft zwischen den Schulen in Deutschland“, erklären Studienleiter Frank Mußmann und Co-Autor Thomas Hardwig. Rund jede dritte Schule wird in der Studie zu den "Nachzüglern" gezählt. 38 Prozent werden als "Vorreiter" oder "digital orientiert" eingestuft und 29 Prozent als "digitaler Durchschnitt".

„Die Unterschiede zwischen digitalen Vorreiter- und Nachzügler-Schulen beim Lehren und Lernen mit digitalen Medien und Tools sowie der digitalen Infrastruktur sind gewaltig. Diese Spaltung ist besorgniserregend, denn die empirischen Ergebnisse der Studie machen deutlich: Medienkompetenzen entwickeln sich bei Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern dann besonders gut, wenn es praxistaugliche Medien und Techniken gibt und diese in eine entwickelte digitale Schulstrategie eingebettet sind.“

Mußmann verweist darauf, dass Schüler an "Vorreiter-Schulen" deutlich intensiver lernten, digitale Inhalte zu erstellen und Informationen im Netz zu prüfen. Er spricht von großen Auswirkungen auf das demokratische Gemeinwesen, wenn digitale Bildung in der Schule nicht darauf abziele, dass Schüler Digitalkompetenzen entwickelten. "Alle Schulakteure sollten alles daran setzen, die digitale Spaltung abzubauen."

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