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Wissenschaft aktuell 10.12.2018
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Studie zur digitalen Mediennutzung in Familien

Bei der Nutzung digitaler Medien in Familien bleiben die Persönlichkeitsrechte von Kindern häufig außen vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk. Für die Studie wurden 37 Interviews mit Eltern und Kindern zwischen 6 und 15 Jahren geführt.

Die Untersuchung des Medienalltags in Familien zeigt, dass Eltern zwar bemüht sind, ihren Kindern einen möglichst sicheren Zugang zu digitalen Medienangeboten zu ermöglichen. Gleichzeitig stehen Familien aber den Risiken digitaler Mediennutzung oftmals hilflos gegenüber. Diese Hilfslosigkeit trifft insbesondere bei der Nutzung sozialer Medien wie WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube auf. Mitbestimmungsrechte der Kinder bei Veröffentlichung persönlicher Daten finden gerade dort durch die Eltern nur selten ausreichend Beachtung, so die Untersuchung.

In allen befragten Familien sind soziale Netzwerke und mobile Medien selbstverständlicher Teil der Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern. Alle befragten Eltern haben Smartphones und darauf in der Regel die einschlägigen Apps (u.a. WhatsApp, Facebook, YouTube, Instagram) installiert. Die Mehrheit der Eltern unterscheidet dabei Facebook als "öffentlich" und WhatsApp als "privat". Dies führt dazu, dass die Eltern stärker reflektieren, was sie auf Facebook veröffentlichen und dagegen weitgehend bedenkenlos Daten über WhatsApp teilen.

Eltern wollen auch prinzipiell die Daten ihrer Kinder schützen, fühlen sich aber zumeist nicht ausreichend kompetent in der Nutzung verschiedener Dienste, so die Studie.

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