Studie: Wie medienkompetent ist Deutschland?
Insbesondere einfache Anwendungskompetenzen (z. B. Internetrecherchen: 87 Prozent; Smartphone-Nachrichten und -Fotos versenden: je 93 Prozent) sind gut entwickelt. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. Gestaltungs- oder Problemlösungskompetenzen gibt es in der Breite aber Nachholbedarf, wenngleich bestimmte Gruppen (insbesondere höher Gebildete, Menschen mit Bürojob, Jüngere) in einzelnen Feldern hohe Kompetenzen aufweisen, so die Studie.
Insgesamt besteht der größte Handlungsbedarf beim Aufbau von „Verständniskompetenz“, also dem Verstehen von Zusammenhängen und dahinterliegenden Mechanismen von digitalen Anwendungen und Geräten. Es reicht nicht mehr, nur digitale Geräte und Anwendungen nutzen zu können, vielmehr braucht es die Vermittlung eines tieferen Verständnisses technologischer und digitaler Entwicklungen.
In Deutschland haben beispielsweise Datenschutz und Sicherheit einen hohen Stellenwert und hier sind in der Bevölkerung auch relativ hohe Kompetenzen zu beobachten (z. B. Bewusstsein der Datenweitergabe von Apps/Diensten: 83 Prozent; Nutzung Antivirensoftware: 68 Prozent; Unterschiedliche Passwörter: 63 Prozent). Allerdings sehen sich vor allem die weniger digital affinen Internetnutzer*innen hierzu oft nicht in der Lage.
KI als Familienmitglied? Wenn Kinder mit Chatbots aufwachsen
Für Eltern stellt sich damit eine neue Frage: Welche Rolle spielt KI eigentlich im Familienalltag?
Gefilterte Wirklichkeit
Wie unsichtbare Algorithmen-Filter wirken und warum Medienkompetenz heute wichtiger ist denn je.
Verharmlost und verbreitet: Drogen-Trends auf TikTok verstehen
Meistgelesen