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Bildungsnotiz

Lesezeit: Minuten
Bildungsnotiz 11.03.2019

DAK-Studie: Suchtgefahr bei Computerspielen

Fortnite, FIFA oder Minecraft: In Deutschland spielen rund drei Millionen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren regelmäßig Computerspiele. Davon gelten 465.000 (15,4 Prozent) als sogenannte Risiko-Gamer, wie eine aktuelle DAK-Studie zeigt.

Die Studie untersuchte neben der Suchtgefahr von Computerspielen auch die Ausgaben für die Anschaffung von Computerspielen und Extras. Die befragten Kinder und Jugendlichen selbst nennen fast alle „Spaß“ als Hauptgrund für ihr Lieblingsspiel. 75 Prozent geben an, beim Computerspiel „gut abschalten“ zu können. Jeder Zweite spielt, weil Freunde auch spielen. Knapp 30 Prozent der Befragten geben an, durch die Games nicht an „unangenehme Dinge“ denken zu müssen. 15 Prozent der sogenannten Risiko-Gamer fühlen sich unglücklich, wenn sie nicht spielen konnten.

Jeder vierte Risiko-Gamer spielt am Wochenende fünf Stunden und mehr am Tag. Das kann Folgen haben, wie die Studie zeigt: Je ausgeprägter das Spielverhalten ist, desto mehr Geld investieren Risiko-Gamer in Spiele. Das Geld fließt nicht nur in die Spiele selbst, sondern auch in Extras, zum Beispiel in die sogenannte In-Game-Währung oder Spaß- und Verschönerungselemente. Folgen des häufigen Spielens können verstärkte Schulprobleme sein, betroffene Jugendliche weisen zudem mehr emotionale oder andere Verhaltensprobleme auf.

Für die repräsentative Studie hat das Forsa-Institut 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren befragt.

Psychologe Daniel Jäger über die schwierige Einordnung von Suchtformen.

Weitere Informationen:
Zur DAK-Studie
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